bawm / dauon ich dir gebot / du soltest nicht dauon essen? Da sprach Adam / Das weib / das du mir zugestellet hast / gab mir von dem bawm und ich aß (1) / Da sprach Gott der HERR zum weibe / Warumb hastu das gethan? Das Weib sprach / Die Schlange betrog mich also das ich aß (1).
Da sprach Gott der HERR zu der schlangen / weil du solchs gethan hast / seistu verflucht fur allem viech vnd fur allen thieren auff dem felde / auff deinem bauch soltu gehen / vnd erden essen dein leben lang / Vnd ich wil feindschaft setzen zwischen dir vnd dem weib / vnd zwisschen deinem samen vnd jrem samen / Der selb sol dir den kopff zu tretten / vnd du wirst jn jnn die versen stechen.
Vnd zum weibe sprach er / Jch wil dir viel schmertzen schaffen wenn du schwanger wirst / du solt mit schmertzen kinder gepern / vnd dein wille sol deinem man vnter worffen sein / vnd er sol dein Herr sein.
Vnd zu Adam sprach er / Die weil du hast gehorcht der stim deins weibs / vnd gessen von dem bawm / dauon ich dir gebot vnd sprach / du solt nicht danon essen / verflucht sey der acker vmb deinen willen / mit kummer soltu dich drauff neeren dein leben lang / dorn vnd disteln sol er dir tragen / vnd solt das kraut auff dem feld essen / im schweis deines angesichts soltu dein brod essen / bis das du widder zu erden werdest / dauon du genomen bist / Denn du bist erden vnd solt zu erden werden.
Vnd Adam hies sein Weib Heua / darumb das sie eine mutter ist aller lebendigen / Vnd Gott der HERR machet Adam vnd seinem weibe Röcke von fellen / vnd zog sie an / Vnd Gott der HERR sprach / Sihe / Adam ist worden als vnser einer / vnd weis was gut vnd (2) böse ist / Nu aber / das er nicht ausstrecke seine hand / vnd breche auch von dem bawm des Lebens / vnd esse vnd lebe ewiglich.
Da lies jn Gott der HERR aus dem garten Eden / das er das feld bawet / dauon er genomen ist / vnd treib Adam aus / vnd lagert fur den garten Eden den Cherubim mit einem blossen hawenden schwert / zu bewaren den weg zu dem bawm des lebens.
Vnd Adam erkandte sein Weib Heua / Vnd sie ward schwanger / vnd gepar den Kain / Jch hab kriegt den Man des HERREN / Vnd sie fur fort / vnd gebar Habel seinen bruder / Vnd Habel ward ein schefer / Kain aber ward ein acker man.
Es begab sich aber nach etlichen tagen / das Kain dem HERRN opffer bracht von den früchten des feldes / Vnd Habel bracht auch von den erstlingen seiner herde vnd von jrem fetten / Vnd der HERR sahe gnediglich an Habel vnd sein opffer / Aber Kain vnd sein opffer sahe er nicht gnediglich an / Da ergrimmet Kain seer vnd sein geberde verstellet sich / Da sprach der HERR zu Kain / Warumb ergrimmestu? vnd warumb verstellet sich dein geberde? Jsts nicht also? Wenn du from bist / so bistu angeneme / Bistu aber nicht frum / so bleibt die sund nicht sicher noch verborgen / Aber las du jr nicht jren willen / sondern herrsche vber sie / Da redet Kain mit seinem bruder Habel.
Vnd es begab sich / da sie auff dem Felde waren / erhub sich Kain widder seinen bruder Habel vnd schlug jn tod / Da sprach der
(1) aß - es gab zwar noch kein ß im heutigen Sinne, aber Luther schreibt "ass" mit langen und Schluß-s, nicht mit zwei langen ss wie zum Beispiel "grosse"; deshalb schreib ich "aß", nicht "ass".
(2) aus "vn", n mit Überstrich, wird "vnd".