01, 02, 03, 04, 06, 07, 08, 09, 10, 11, 14, 15, 16, 17, 20, 21, 22, 27, 28, 29, 30
[01.01.07, di, 0:30]
Es wird nur noch wenig geknallt. Ich gehe ins Bett.
[7:00]
Ich wiege 120 Kilo. Vor einem Jahr wog ich 115 Kilo. Vor zwei Jahren wog ich 112 Kilo.
Wieviel werde ich nächstes Jahr wiegen?
[7:30]
Breche auf zu einer kleiner Exkursion.
[15:00]
Habe meinen Busfreund einige Runden Arbeit begleitet auf einer Linie, die ich noch nicht mitgefahren bin.
[15:05]
Gestern abend sind im Haus tatsächlich Schreiben zu Bruch gegangen: beide Fenster der Eingangstür sind glaslos.
So um 23 Uhr 30 war es einige Zeit sehr laut im Hausflur. Irgendwann brüllte jemand "Ruhe da unten". Wenig später kam es zu einem Tumult. Dann knallte eine Tür - vermutlich die Haustür. Kurze Zeit Ruhe. Dann splitterte Glas und fiel auf Stein.
[02.01.2008, mi, 15:00]
Nicht nur Glas ist vorgestern kaputt gegangen, sondern auch Holz: das Treppengeländer ist an mehreren Stellen beschädigt, teilweise so stark, daß es wohl nicht reicht, neue Streben einzusetzen.
[03.01.2008, do, 12:00]
Noch immer sind es draußen minus vier Grad Celsius, noch immer weht dazu ein eisiger Wind.
[12:20]
Gestern abend bekam ich von 123handydiscount.de per Mail die Mitteilung, daß mein Sony Ericsson M600i verschickt wurde.
Vielleicht kommt es ja heute schon an.
Jedenfalls hab ich schon eine Aldi Talk Karte gekauft, damit mein M600i eine eigene Nummer bekommt.
[12:30]
Folie, um den Display zu schützen, hab ich auch schon bestellt.
[12:39]
Mein Sony Ericsson M600i ist angekommen!
[04.01.2008, fr, 10:00]
Draußen sind es vier Grad Celsius - in der Sonne.
Heute morgen im Dunkeln waren es minus sieben Grad. Zum Glück mit mit etwas wenige Wind als gestern.
[10:05]
Das Sony Ericsson M600i ist sehr viel mehr als ein Telefon, und bedient sich entsprechend komplexer.
Es wird einige Zeit brauchen, bis ich die Vorteile nutzen kann.
[16:00]
Hab die Nachmittagssonne zu einem Einkaufsspazierung in die Stadt (Markt-Center, Breite Straße) genutzt.
War sehr schön in der Sonne, nachdem sie tagelang nicht zu sehen war.
[06.01.2008, so, 15:30]
Obwohl das Wetter nicht schön war, waren meine Eltern in der Haimatstadt meiner Mutter, Crimmitschau, um am Geburtstag des Ehemannes einer Schulfreundin teilzunehmen.
Ich freue mich, daß sie unterwegs waren. Vor allen Dingen, daß meine Mutter wieder einmal in ihre Heimat war.
Wären sie zu Hause geblieben, hätten sie sich auch nur übers schlechte Wetter ärgern können wie ich, während man auf der Autobahn gut fahren konnte.
[07.01.2008, mo, 11:30]
Heute morgen schien hin und wieder die Sonne leicht am blau-weißen Himmel, aber noch bevor ich zu einem Spaziergang in die Stadt aufbrechen konnte, fing es an zu regnen, wobei die Lufttemperatur um 0 Grad Celsius liegt.
Also vom Wetter her gesehen, kein schöner Wochenanfang.
[12:00]
Habe meine Domain musik-tagebuch.eu samt Webspace (Starter, 5 Euro pro Monat) gekündigt.
Habe die Domain ein Jahr lang zusätzlich zu andreasthieme.de genutzt. Allerdings meist zum Testen, wenige als Musiktagebuch.
Sie hatte so wenig Bedeutung, daß ich sie nicht erwähnte, auch nicht auf meinen nicht öffentlichen Seiten.
[08.01.2008, di, 12:40]
Jetzt scheint schon seit Stunden die Sonne!
So angenehm, daß es in der Sonne 12 Grad Celsius sind.
Mir ist, als würde Frühling sein. Hab sogar einen kleinen Hausputz gemacht.
[13:00]
Die zu Sylvester herausgeschlagenen Scheiben der Eingangstür wurden erneuert, die herausgetretenen Stäbe des Treppengeländers ersetzt, außer der einen an dem Geländer, wo die untere waagerechte Strebe angebrochen ist.
[09.01.2008, mi, 18:30]
Hab wieder einmal meinen Blutdruck selbst gemessen: Blutdruck.
[18:35]
Ich versuche mich meinem Freßrausch zu entziehen, indem ich sehr diszipliniert nur kleine und wenige Mahlzeiten zu mir nehme.
Am liebsten würde ich einige Zeit überhaupt nichts essen, so lange, bis ich nur noch 100 Kilo (statt 120) wiege. Aber diese Methode scheint mir zu radikal. Außerdem hab ich keine Lust, von der Freßsucht in die Magersucht zu kommen.
Meßbar abgespeckt hab ich noch nicht, aber mein Körper hat sich nach drei schweren Tagen vom Fressen aufs Wenigessen umgestellt.
Wenn es mir gelingt, nicht wieder rückfällig zu werden, sollte ich auch bald abspecken.
Nicht rückfällig zu werden, ist eigentlich so schwer nicht, denn ich esse ja ausreichend und abwechslungsreich, nur gerate ich beim Essen eben nicht in einen Rausch.
Allerdings steht bei mir Erfüllung (nicht nur beim Essen) immer in Verbindung mit Rausch. Etwas zu essen (oder zu konsumieren ganz allgemein), ohne berauscht zu werden, ist für mich bisher nur kosten. Irgendwie so, wie auf halben Weg stehenzubleiben. Im Grunde, wie vor dem Orgasmus aufzuhören.
[19:10]
Seit ich mich mit meinem Sony Ericsson M600i angefreundet habe, denke ich weder an ein Nokia 6131 noch an ein anderes der Marke.
[20:30]
Bedeutet, nur durch einen Rausch glücklich werden zu können, genußunfähig zu sein?
[10.01.2008, do, 17:30]
Eben schrieb ich meinem Bruder folgende Mail:
Seit gestern hab ich wieder einmal meine Zeit der Einsamkeit.
Ich lese viel, schreibe, spreche nicht.
Das ist kein Zeichen von Unwohlsein, sondern das Gegenteil.
Bitte nimm nicht persönlich, daß wir wohl auch die nächsten Tage nicht miteinander sprechen, denn ich spreche ja auch mit keinem anderen.
Außer, möchte ich hinzufügen, einige Worte mit mir selbst, aber auch nicht mehr als sonst.
Zum Glück habe ich das Priveleg, hin und wieder isoliert von der Außerwelt, nicht nur einige Stunden, sondern Tage zu verbringen.
Eigentlich müßte man dazu Urlaub nehmen und sich irgendwann im Wald verstecken oder ins Kloster ziehen.
[11.01.2008, fr, 12:00]
Heute morgen bin ich von Lachen erwacht - von meinem eigenen Lachen.
Nachdem ich etwas Lusitiges träumte, was das genau war, erinnere ich nicht mehr richtig, außer etwas aus meiner Armeezeit, eine Neckerei, wie sie oft zwischen Kameraden vorkommt.
War das wegen Verarbeitung meiner Lektüre der letzten Tage:
[12:55]
Geradezu entzückt bin ich von der Möglichkeit, mobil ins Internet zu gehen.
[13:00]
So gut die Übersetzung von "Moby-Dick" durch Friedhelm Rahjen ist, an folgenden Stellen hat er sich verheddert (Seite 14, gebundene Ausgabe Zweitausendeins, Kapitel 2, sowie Seite 17, Kapitel 3):
[...] und darunter diese Worte - "Gasthaus zum blasenden Wal: - Peter Coffin".
Coffin - also Sarg? Ziemlich unheilschwanger in Verbindung mit einem Wal, der seinen Lebensodem ausbläst, dachte ich.
sowie etwas weiter, zwangsläufig, weil auf die erste Stelle bezugnehmend:
Kapitel III
Das Gasthaus zum blasenden Wal
[Zeichnung]
In das giebelige Gasthaus zum blasenden Wal eintretend [...]
Witzig daran, daß die Zeichnung zwischen Kapitelüberschrift und Text ein vor einem Haus hängendes Schild zeigt, auf dem einen blasenden Wal zu sehen ist und geschrieben steht:
The
SPOUTER
INN
Peter Coffin.
Dementsprechend heißt es im Original:
[...] and these words underneath - "The Spouter-Inn: - Peter Coffin."
Coffin? - Spouter? - Rather ominous in that particular connexion, thought I.
sowie
CHAPTER 3
THE SPOUTER-INN
Entering that gable-ended Spouter-Inn, [...]
Wobei "Spouter-Inn" auf folgende Fußnote verweist: "in sailor slang, a spouter is a whaleship".
Als deutsche Bedeutung für "spouter" findet man aber auch "Ölquelle", und genau das waren Walschiffe, weil aus Walen Öl gewonnen wurde.
Vermutlich hatte Friedhelm Rahjen diese Information ("spouter is a whaleship") ebensowenig wie Thesi Mutzenbecher und Ernst Schnabel, die "Moby-Dick" 1946 übersetzten und "Spouter-Inn" mit "Gasthaus zum Walfisch".
Ich würde also "Spouter" mit "Walschiff" übersetzen, "Peter Collin" mit folgender Fußnote versehen: "Collin - Sarg" und das Wortspiel "Sarg - (Holz-)Schiff" verdeutlichen, indem ich schriebe:
Sarg? Walschiff? Ziemlich unheilschwanger in dieser besonderen Verbindung, dachte ich.
und hoffen, daß der Leser sich vergegenwärtigt, damalige (das heißt vor 1851, dem Erscheinen des Romans, gebaute) Schiffe waren aus Holz gefertigt.
Ansonsten hab ich aber nichts an Friedhelm Rahjens Übersetzung auszusetzen.
Als ich "Coffin - also Sarg?" las, dachte ich nur sofort an den gaunerhaften Prediger aus der Amerika-Serie der Digedags, der Coffins hieß. Bisher wußte ich jedoch nicht, daß "Coffin" "Sarg" bedeutet, habe also "Coffins" nur als einen Namen gesehen, nicht als eine Anspielung.
Im Original-Text von "Moby-Dick" erkannte ich dann, daß das eigentlich "Problem" der "blasende Wal" war, und bin der Sache nachgegangen.
[14:15]
Am Roman "Frankenstein", von dem ich bisher nur Auszüge gelesen habe, fasziniert mich der Schreibstil: unaufgeregt, so als würde eine ganz normale Gutenachtgeschichte erzählt.
Oft ist es ja so, egal ob bei Büchern oder Filmen oder Menschen: je wenige Substanz vorhanden ist, desto wilder sind Sätze oder Bilder oder Auftreten.
Aber das nur nebenbei. Ich will niemanden zu nahetreten.
[14:30]
So, ab zurück in mein Kloster.
[19:00]
Die zweieinhalb Stunden, die ich jetzt geschrieben habe, konnte ich weder lesen noch träumen. Das hab ich hachgeholt.
Nach langer Zeit auch wieder in Peter Lourie's, von mir sehr geschätzten Buch "Schweiß der Sonne, Tränen des Mondes", in dem er seine Suche nach einem Goldschatz der Inkas beschreibt.
[19:50]
War schnell einiges einkaufen.
Dabei ging ich wie der Fuchs, den ich früher auf meiner Zeitungstour hin und wieder sah: wenn möglich im Dunkeln, nur kurze Strecken auf freiem Feld, nie lange gerade, immer hin und her, damit man mich nur kurze Zeit sehen kann.
Nicht, daß ich Angst hatte, aber ich wollte niemand unterwegs treffen, um jedes Wort zu vermeiden, immerhin hab ich seit Montag, als ich nachmittags einkaufen war, die Wohnung nicht verlassen und mit keinem gesprochen. Das soll auch noch einige Tage so bleiben, und da wäre es blöd gewesen, einem Gespräch nicht ausweichen zu können.
Hört sich verrückt an? Na ja, wenn ich tatsächlich draußen in der Einsamkeit wäre, sie nicht nur in meiner Wohnung simulieren würde, würde ich ja auch mit niemanden sprechen, außer mit Pflanzen und Tieren, und vielleicht hin und wieder mit mir selbst, indem ich mir "Guten Morgen" oder "Gute Nacht" wünsche.
[14.01.2008, mo, 12:00]
Die letzten Tage war das Wetter sehr schön, fast schon frühlingshaft, was Temperatur und Sonnenschein angeht.
Es hat sehr viel Spaß gemacht, in den Himmel zu sehen.
Auch heute ist das Wetter angenehme. Allerdings scheint die Sonne nicht so stark, weckt mich nicht ihr goldenes Licht. Bin deshalb heute etwas mißgestimmt?
[12:30]
Mary Shelleys "Frankenstein, oder der moderne Prometheus" in der deutschen Übersetzung des Fassung von 1818 habe ich gelesen.
Leider mit weniger als den erwarteten Gewinn für mich. Als ich auf Seite 48 (Teil 1, Kapitel 3) las:
Ich sehe an der Begeisterung, dem Staunen und der Hoffnung in Ihren Augen, mein Freund, daß Sie erwarten, das Geheimnis, das ich entdeckte, von mir zu erfahren. Das darf nicht geschehen.
dachte ich: hier geht es nicht um die Schaffung von Leben, sondern um andere Probleme.
Und als ich ein Kapitel weiter las, daß Frankenstein seine Kreatur sich selbst überließ, weil sie so häßlich war, sah ich mich bestätigt. Denn wem es möglich ist, erwachsenes, so will ich es einmal nennen, menschliches Leben zu schaffen, dem sollte es leichtfallen, ihm seine Häßichkeit zu nehmen.
Zunnehmend mehr fragte ich mich, was eine nicht einmal 20jährige Autorin dazu bewegt, sich dieser Thematik anzunehmen, ohne ihr gewachsen zu sein.
Was versteckt sich hinter der von Frankenstein geschaffenen Kreatur?, beschäftigte mich mehr als die "Heulerei" der Autorin. Damit hatte ich das Interesse am Roman verloren und überflog den Text.
Im Grunde widmet sie sich der Schaffung von Leben nicht mehr, als es irgendwie entsteht, und dann so häßlich ist, daß man es sich selbst überläßt. Wurde sie vielleicht ohne ihren Wunsch schwanger und erlitt im früher Stadium eine Fehlgeburt?
Einer so intelligenten, belesenen Autorin, die mit reifen, gebildeten Menschen Umgang hatte, hätte klar sein müssen, daß sich Leben nicht einfach mal so schaffen läßt.
Ich meine, selbst der erste Kuchen, den man backt, sieht meist nicht ansehnlich aus, obwohl man die Anleitung zur Herstellung genaustens befolgt hat.
Aber nicht einen Versuch unternimmt Frankenstein, die Kreatur ansehnlich zu machen, menschenähnlicher, damit Menschen nicht von ihr zu Tode erschreckt werden und der Kreatur es möglich würde, ihre Isolation zu verlassen.
Und dafür wir Frankenstein bestraft, nicht daß er sie erschaffen hat.
Zurecht wird er bestraft, denn Frankenstein ist ein Vater, der auf unnatürliche, vielleicht moralisch verwerfliche Weise Leben zeugt, sich aber nicht um seine Schöpfung kümmert.
Bevor ich das Buch las, glaubte ich, es behandelt die vielschichtigen Probleme bei Schaffen von Leben. Nachdem ich das Buch gelesen habe, glaube ich, er geht um die Frage, wie man sich seiner Verantwortung stellt, nachdem man Leben geschaffen hat.
[19:30]
Habe einen Gedanken auf Linkshänder notiert.
[20:00]
Mein Kampf gegen meine Freßsucht bekommt nicht nur meinem Körper, sondern auch meiner Seele.
[15.01.2008, di, 19:00]
Hab meinen Tarif "Call & Surf Comfort 6000" aktualisiert.
Das heißt, ab 24. Januar 2008 werde ich für die gleiche Leistung 10 Euro wenige pro Monat bezahlen (44 statt 54 Euro).
(Damit gleiche ich die 10 Euro für den mobilen Tarif Basix aus, den ich für mein Sony Ericsson K810i abgeschlossen habe.)
Nachteilig ist die Mindestlaufzeit von 24 Monaten. Aber ein günstigeres Angebot gibt es derzeit nicht, es sei denn, ich kündige meinen Festanschluß insgesamt und telekommuniziere nur noch mobil.
Aber die 385 kBit/s der Eplus UMST-Datenflat (25 Euro pro Monat) sind mir zu langsam, weil ich auf Videostream nicht verzichten wollte, alles andere funktioniert gut.
Telefonate hätte ich dann über Aldi Talk abgewickelt. Mit der Sprachfalt wäre das 15 Euro pro Monat.
Also für Surfen und Telefonieren 40 Euro im Monat. Tja, demnächst werde ich 44 Euro haben, aber DSL 6000.
Daß ich für diesen Preis nicht mobil bin, ist nicht schlimm, da ich meistens ja doch zu Hause bin. Und wenn ich unterwegs bin, bin ich mit meinen Sony Ericsson K810i und M600i und Aldi Talk Prepaid bestens ausgerüstet.
Wahrscheinlich werde ich meine Domain andreasthieme.de auf den Webspace agto.eu legen. Dann zahle ich für meine Homepages 5 Euro pro Monat. Sind zusammen rund 49 Euro Festkosten für Surfen, Telefonieren, Homepageing statt 54 Euro für Surfen und Telefonieren plus 10 Euro für Homepageing, also 15 Euro pro Montat weniger, ohne auf Leistung zu verzichten.
Klar könnte ich auch zu Alice oder einem anderen Anbieter wechseln, aber mein Bruder wartet schon seit Ende November auf seinen Alice-Anschluß, seit Anfang Dezember hat er keinen Festanschluß mehr.
Außerdem ist ein Anschluß von Alice oder wer auch sonst, ja auch nur ein Telekomanschluß.
[16.01.2008, mi, 11:00]
Wenn man den Medien glaubt, wandert ganz Deutschland aus. Da kann ich ja auch auswandern, oder?
Nach Norwegen vielleicht? Nach Norwegen, um als Busfahrer zu arbeiten?
Die Internetsuche findet folgendes:
Standorte
* Südnorwegen - Kristiansand und Umgebung
Ihre Aufgaben
* Busfahrer im Linienverkehr mit Schichtdienst
* Fahren eines Volvo Automatikbusses
* Zweiwöchige Schulung in Norwegen und erste Fahrten mit Begleitung
* Eigene Touren zum Sommerfahrplan 2008Ihre Qualifikation
* Abgeschlossene Berufsausbildung als Busfahrer und mindestens zwei Jahre praktische Erfahrung in diesem Beruf
* Bereitschaft, an einem berufsvorbereitenden Norwegischkurs von Februar bis April 08 teilzunehmen (Förderung über den Bildungsgutschein möglich)
Lohn: nach Tarif plus Zuschläge
Wöchentliche Arbeitszeit: Vollzeit
Dauer: unbefristete Positionen
Unterkunft: Der Arbeitgeber ist bei der Suche einer Unterkunft behilflich.
In Kristiansand und Umgebung war ich schon. Dort habe ich meine Insel gefunden.
Daß ich keine Ausbildung als Busfahrer habe, sondern nur einen Busschein, ließe sich wohl vermerzen. Aber mit "zwei Jahrer Berufserfahrung" kann ich nicht dienen - ich hab nicht mal einen Jahr den Busschein.
Aber vielleicht ist auch das nicht so tragisch, denn immerhin bin ich ja ein Kraffahrer mit vielen Jahren Erfahrung und bin ja schon fleißig Linie gefahren: Stadt und Land - wer Berlin als Busfahrer überlebt hat, wird wohl auch busfahrerisch in Norwegen bestehen.
Blöd nur, daß ich eben einen 24-Monatsvertrag mir der Telekom abgeschlossen habe...
Na ja, das wäre wohl nicht das Problem. Entscheidender ist die Frage, ob ich als alter (fast 50jähriger) Stubenkocker tatsächlich in ein anderes Land auswandern will, nicht nur hin und wieder mental.
[13:40]
Habe T-Online per Fax beauftragt, einen "interner Domaintransfer" durchzuführen, damit andreasthieme.de zum Webspace auto.eu wechselt.
Damit werde ich bald nur noch einen Webspace für 5 Euro im Monat haben statt bisher drei.
Alles Daten sind bereits übertragen. Wenn andreasthieme.de auf dem Webspace agto.eu liegt, funktioniert wieder alles wie gehabt.
[17.01.2008, do, 10:00]
In einigen Foren hab ich gelesen, in Norwegen würde Mindestlohn für Busfahrer gezahlt.
Das bedeudet, daß norwegische Busfahrer ebenso ausgebeutet werden wie deutsche: viele Stunden auf Arbeit und viel Verantwortung, aber wenig Geld. Außerdem nicht selten noch lange Anfahrer mit dem eigenen Fahrzeug, um die Arbeit antreten zu können.
[11:00]
Unbeantwortet bleibt die Frage, warum in Norwegen Busfahrer gesucht werden, obwohl Busfahrer zu sein zwar einen spezielle Qualifikation erfordert, aber keine außergewöhnlichen Talente.
Im Grunde kann jeder verantwortungsvolle und besonnene Kraftfahrer, der mit großen Kraftfahrzeugen fahren kann, auch Busfahrer werden. Während man, um zum Beispiel Arzt zu werden, deutlich höhere Anforderungen erfüllen muß.
Das heißt jedoch nicht, daß jeder Arzt auch Busse fahren kann. Aber noch viel weniger Busfahrer könnten Arzt sein.
Also, wenn Norwegen nicht nur in seinem Süden Busfahrer sucht, könnte es durchaus die gleichen Ursachen haben wie in Deutschland: viel Arbeit, viel Verantwortung, wenig Geld.
So jedenfalls habe nicht nur ich es mit meiner kurzen Berufserfahrung erlebt, sondern kenne es auch von Busfahren, die den Beruf schon Jahrzehnte ausüben.
Eine kurze Suche im Internet ("Tariflohn Busfahrer") bringt folgende treffenden Sätze zu Tage:
Was zeichnet eigentlich einen zufriedenen Fahrer aus: Er sollte mit Spaß an die Arbeit gehen, denn des Geldes wegen macht er es wohl kaum. Bei einem Tariflohn von Euro 9,55 und bei Arbeitszeiten von 12 Std. und mehr, und bezahlter Arbeitszeit von 7 oder 8 Std. muß man viel Freude für diese Art von Arbeit mitbringen.
Für den Arbeitgeber meines ersten Praktikums verließ ich kurz vor 4 Uhr die Wohnung, um 4 Uhr 36 die erste Runde ab Hauptbahnhof nach Golm zu fahren, und war gegen 19 Uhr wieder zu Hause.
Wenn der Bus rund zehn Minuten Fußweg von meinem Zuhause parkte. Mußte ich nach Babelsberg, bin ich 3 Uhr 30 zu Hause los und war nicht vor 19 Uhr 30 zu Hause. (Den Ablauf meines Arbeitestages als Busfahrer lesen Sie im Tagebuch vom 30. April 2007.)
Daß ich während 9 Uhr 30 und 11 Uhr 30 meist zu Hause war, macht den Arbeitstag nicht soviel besser, denn nicht selten mußte ich etwas erledigen, daß mit der Arbeit zu tun hatte. Und wenn nicht, hab ich versucht, zu schlafen, um für die Arbeit fit zu sein.
Und konnte es auch. Selbst, wenn nur eine halbe Stunde Zeit war und ich irgendwo in Ludwigsfeld oder am Hauptbahnhof hab ich ein Nickerchen gemacht.
Trotzdem war ich jeden Abend zwischen 20 und 21 Uhr im Bett, damit ich gegen 3 Uhr 30 wieder munter bin.
Großzügig gerechnet war ich von 4 bis 19 Uhr mit Arbeit beschäftig, direkt oder indirekt. Gern kann ich die zwei Stunden Mittagspause rausrechnen. Wären also nicht mehr 15, sondern nur noch 13 Stunden, wobei die durchschnittlich Arbeitszeit wohl eher bei 14 Stunden liegt, wenn man die Werkstatt- und andere arbeitsbedingten Aufenthalte während der Nichtfahrzeit einrechnet.
Wäre ich bei dem Arbeitgeber meines ersten Praktikums angestellt gewesen, hätte er mir Gehalt bezahlt, wenn ich mich richtig erinnere, für 49 Stunden die Woche, bei vermutlich 6 bis 8 Euro brutto die Stunde.
Warum er nicht nach Stunden bezahlt? Weil Gehaltsabrechnung für ihn günstiger ist: er berechnet 49 Stunden pro Woche, obwohl mindestens 65 (13 x 5) gearbeitet werden (oder 196 statt 260 im Monat).
Zum zweiten spart er beim Stundenlohn: statt Tariflohn, der um die 10 Euro beträgt, zahlt er nicht mehr als 8 (einschließlich aller Zuschläge) - für seine Stamm- und Lieblingsfahrer. Mir hätte er niemals 8 Euro brutto die Stunde gezahlt.
Und selbst wenn: 8 Euro für 196 Stunden sind 1.568 Euro, wären für mich, unverheiratet, keine Kinder, wohl etwas über 1.000 Euro netto, keinesfalls über 1.100.
Nehmen wir ruhig die 1.100 Euro netto für einen Monat mit 260 Arbeitsstunden und rechnen wieder zugunsten des Unternehmers mit maximales Gehalt, minimale Arbeitszeit, erhalten wir einen netto Lohn von 4 Euro 23!
Falls ich, wie das die meisten Busfahrer tun müssen, mit dem eigenen KFZ zur Arbeit gefahren wäre, weil ich sonst nicht zur Arbeit kommen würde, müßte man zumindest die Fahrkosten abziehen, wodurch dich der Stundenlohn noch weiter senken würde.
Noch mehr weiter? Ja! Im Grunde hätte ich froh sein können, für 4 Euro netto die Stunden zu arbeiten.
Bei dem Arbeitsgeber meines zweiten Praktikums hätte ich zwar nicht soviele Stunden fahren müssen, hätte aber auch weniger Pausen.
In extremen Fällen fuhr ich zwischen 6 und 14 Uhr nur mit einer Pause von rund 30 Minnuten, weil auf meiner Linie eine Baustelle war, an der ich alle Pausen bis 15 Minuten verbrachte.
Nicht selten kam ich verspätet zum letzten Halt, so daß ich gleich in die Abfahrshaltestelle einfuhr. Und obwohl meine Pause nur im kurzen Lüften der Hose bestand (damit ich bei heißen Außentemperaturen im nichtklimatisierten Bus nicht am Sitz festklebe), bin ich nicht selten bereits verspätetet abgefahren.
Nach solchen 8 Stunden Arbeit war ich geschaffter als nach den 13 mit Pausen zwischendrin.
Daß ich wohl das gleiche Geld bei weniger Arbeitszeit erhalten hätte, wäre kein wirklicher Trost gewesen.
Was solls, ich wollte unbedingt Busfahrer werden, obwohl ich schon lange, bevor ich es selbst erlebte, hörte, was einen Busfahrer erwartet.
Und ich bin immer noch sehr froh, daß ich Busfahrer geworden bin, weil Bus zu fahren an sich mir immer noch sehr viel Spaß macht.
Gern denke ich zum Beispiel an die Strecke von Potsdam nach Berlin Spandau: wenig Stadt, viel Landstraße, kleine Orte. Den Fahrplan konnte man eigentlich immer einhalten, selbst wenn ich Berlin Stau war. Diese Linie fuhr ich während 8 Stunden Arbeitszeit nur dreimal, sehr angenehm: die erste Runde zum Munterwerden, die war schon die vorletzte, die dritte fuhr der Bus von allein, weil es nach Hause ging.
Nicht gern denke ich an die Fahrten auf der Expreß-Linie von Potsdam nach Golm, die ich während 8 Stunden Arbeitszeit wohl achtmal fuhr, und dann nur Stadtverkehr, wenig Pause zwischen den einzelnen Fahrten, kaum eine Möglichkeit, auf der Strecke Zeit aufzuholen. Acht Stunden Stadtverkehr in einem meist vollbesetzten Bus ohne Klimaanlage oder ausreichend Lüftung durch Fenster bei Temperatur von 30 Grad Celsius und mehr im Schatten. Nicht im Schatten innerhalb des Busses. Dort wurde es immer heißer, weil im Grunde nur ein Lüften bei allen Türen geöffnet die Luft im Bus abkühlte. Aber dazu war keine Zeit. Die Fahrgäste stöhnten schon, wenn die nur eine halbe Strecke (also von Golm nach Potsdam) gefahren sind, ich bin das ganze sechszehnmal gefahren.
Für mich ist es völlig unverständlich, warum man Fährgästen während der heißen Stadtsommer überhaupt noch unklimatisierte Busse zumutet und dann noch Geld verlangt.
Sehr schön waren auch meine Fahrten im Reisebus. Alldings wohl auch nur, weil ich selten fuhr.
Wenn ich jeden Tag morgends um vier losfahren würde, um abends acht Uhr wieder zu Hause zu sein (falls ich nicht eine längere Reise unternehme und erst nach Tage wieder zu Hause wäre), hätte ich wohl viel weniger Freude.
Also, wenn wieder Busfahrer, dann lieber mit Heimathafen Potsdam, nicht Südnorgen, mit wenig Freizeit hat man auch in Norwegen wenig Spaß nach der Arbeit.
[14:00]
Hab mich nach langer Zeit wieder mit einem Rasiermesser rasiert. Und leicht etwas über der Lippe geschnitten.
Als ich im Bad stand, um mich zu rasieren, dachte ich plötzlich: rasier doch mal wieder mit einem Messer. Auf der Suche nach einem Messer dachte ich jedoch, lieber nicht, Messerrasur ist ansträngend für die Haut.
Schließlich hab ich mich einmal mit dem Strich mit Messer rasiert. Einmal gegen den Strich mit einem Gillette von 1957. Und einmal, damit es gleichmäßig wird, abschließend sanft gegen den Strich im einem Gillette aus diesem Jahrhundert.
[15:00]
Sehr entspannt und mit viel Genuß lese ich in Thomas Pynchon's "V.", Seemann Benny Profane & Saufkumanen sowie Frauen machen auf einem Schiff, das in einem amerikanischen Hafen liegt, so mächtig was los, daß die Polizei gerufen wurde.
In der deutschen Übersetzung heißt es:
Zum Wagenpark auf dem Pier gesellte sich jetzt auch ein Viehwagen, eine Grüne Minna, ein Truppentansporter der Weißen Mäuse.
(Kapitel 1, Abschnitt 4, Seite 29 in der Taschenbuchausgabe)
Als ich "Grüne Minna" las, sah ich sofort ein Bullentaxi in Kreuzberg. He, wie kommt das Schiff nach Kreuzberg?
In diesem Fall ist es völlig egal, was der Autor geschrieben hat, in einem amerikanischen Hafen wird es weder eine "Grüne Minna" noch "Weiße Mäuse" geben! Das muß doch auch der unfähigste Übersetzer wissen!
Und tatsächlich, Pynchon schreibt:
The motor pool on the pier was augmented by a cattle car, which is Navy for paddy wagon or Black Maria.
Wenn man zum Beispiel nur annähernd übersetzt hätte:
Zum Wagenpark auf dem Pier gesellte sich jetzt auch ein Viehwagen, mit dem die Navy Durchgeknallte abholt oder eine Schwarze Maria.
wäre ich auf keinen Fall wegen Verwirrung urplötzlich von Amerika nach Kreuzberg gelangt und nicht aus meiner Lesefreude gerissen worden, obwohl man den Satz genauer übersetzten könnte.
Also ich verstehe den Satz so:
Der Fuhrpark auf dem Pier wurde vermehrt um einen Viehwagen, der ein Navy-Irren-Wagen ist oder eine Black Maria.
Ja, ich weiß, ich meckere gern an Übersetzungen herum, aber in letzter Zeit sehe ich nur noch ins Original, wenn wir etwas unpassend erscheint, irgendwie nicht in die Handlung paßt, schon mal um mir nicht unnötig den Spaß zu verderben. Aber was sollte ich bei dieser unpassenden Übersetzung sonst tun: glauben, daß es in Amerika ...? Na ja, die Übersetzung ist schon 30 Jahre alt. Damals übersetzte man wohl noch so, daß man alles aus dem Amerikanischen ins Deutsche übertrug und damit nicht selten solche Peinlichkeiten produzierte.
[17:30]
Ich wache auf. Es ist dunkel. Wie spät ist es? Halb sechs. Früh oder abends? Ich weiß es nicht. Welcher Tag ist denn? Ich weiß es nicht.
Meine Zunge leckt über eine Stelle, in die ich mich, so schmeckt es und fühlt sich an, geschnitten habe. Ach ja, vorhin hab ich mich nach langer Zeit wieder mit einem Rasiermesser rasiert. Wie spät war des denn da? Hab ich vergessen.
Hab ich schon Mittag gegessen? Dann wäre es abends. Mein Bauch fühlt sich an, als wenn er lange nichts gegessen hat und Lust auf ein leichtes Frühstück hat. Dann ist es also morgens? Keine Ahnung.
Wenn es abends wäre, müßte ich doch draußen Auto hören, die die Leute von der Arbeit nach Hause bringen. Ich höre nichts. Dann ist es also früh? Ich weiß es nicht. In mir fühlt es sich weder nach früh noch nach abend an, sondern zeitlos.
Ich werde so hin herausfinden, ob es halb sechs morgens oder abends ist.
Ich stehe also auf und sehe auf einen Uhr mit 24-Stunden-Anzeige: 17 Uhr 30. Aha, also halb sechs abends. Fühlt sich aber nicht so an.
[20.01.2008, so, 11:30]
Gestern hab ich Mel Gibson's Film "Apocalypto" gesehen.
Hat mich sehr beeindruckt.
[21.01.2008, mo, 13:00]
Meine Domain andreasthieme.de ist auf den Webspace von agto.eu gezogen.
Hatte gegen 11 Uhr 30 bei T-Online angerufen. Fax sei angekommen, man werde meinen Antrag heute bearbeiten.
[13:45]
Hab den Webspace von andreasthieme.eu, auf dem auch andreasthieme.de lag, gekündigt.
[14:30]
Nachdem ich gestern den Film "Apocalypto" gesehen habe, habe ich wieder in meinen Studienbibeln, die ich nicht griffbereit hatte, gelesen und habe meine zweiten Bibel-Seiten stark erweitert.
Was genau "Apocalypto" in mir ausgelöst hat, kann ich nicht sagen. Aber irgendwie bin ich dem Wesen des Lebens näher gekommen.
[22.01.2008, di, 13:00]
Seit fast zwei Wochen (Beginn am 9. Januar 2008) hatte ich keinen Freßanfall.
Dadurch hat sich mein Magen verkleinert. Der ausgebliebene Freßrausch war gut für meine Seele und hat meine Gefühlswelt reicher und differenzierter gemacht.
[18:30]
Während ich aus der "King James Study Bible" zitiere, mache ich eine Pause und sehe und höre Cher's "Believe Tour 1999 Live".
[27.01.2008, so, 11:00]
Gestern hatte ich ein tolles Erlebnis, auf das nicht nicht eingehe, weil es sehr banal ist, was meine Glück jedoch nicht schmälert.
"Normalerweise" wäre mein Glück ein Grund zum Feiern gewesen. Gefeiert hätte ich mit einem leckeren, zusätzlichen Essen.
Das hab ich jedoch nicht getan, sondern mich nur über das Erlebnis gefreut und mein Glück genossen, ohne es mit einem Schmaus zu würdigen.
Darüber habe ich mich noch mehr gefreut, weil ich mich nicht erinnern kann, mich in solcher Situation schon einmal so verhalten zu haben.
[13:00]
Im Grunde versuchte ich jetzt umzusetzten, was ich in jungen Jahren nicht schaffte: maßzuhalten.
[28.01.2008, mo, 20:00]
Hin und wieder, wenn ich zum Beispiel am Zeitungsladen lese: Jackpot: 8 Mill. Euro, überlege ich, wie mein Leben aussehen würde, wenn ich viel Geld hätte.
Zu meinem Erstaunen sieht mein Leben als Reicher nicht viel anders als jetzt.
In meiner Vorstellung würde ich also weiterhin hier in der Zeppelinstraße 68i wohne, würde weiterhin die meiste Zeit zu Hause sein, würde weiterhin sehr gern in meinen Arbeitshosen in Stadt gehen usw.
Wenn ich mich als Reicher so sehe, frage ich mich selbst: Und, willst du nicht mal wieder ein Auto? - Na ja, aber wohin soll ich fahren? Crimmitschau ist nicht mehr so schön wie in meiner Kindheit. Viele andere Orte haben sich auch verändert oder sich nur noch schwer zugänglich. Soll ich etwas viele Kilometer fahren, um enttäuscht zu werden?
Meine Arbeitskleidung hat einen sehr großen Vorteil: bei meinen Streifzügen werde ich nicht als Fremdkörper gesehen, sondern als dazugehörig. Außerdem ist sehr sehr bequem.
Auch wüßte ich nicht, was ich mir als Reicher kaufen würde, denn im Grunde habe ich alles, was ich brauche.
Und was mir wirklich wichtig ist, kann ich auch als armer Hartz 4-Empfänger machen: zum Beispiel meiner Freßsucht die Macht über mich zu nehmen.
Dazu brauche ich nämlich nicht unbedingt viel Geld, sondern nur viel Zeit. Und die habe ich ja.
Sehr gern möchte ich einmal etwas schreiben, was über meine Website hinausgeht, was vielleicht Bestand hat.
Auch dazu brauche ich kein Geld, sondern nur Zeit. Und selbstverständlich Talent, Entschlossenheit, aber das bekommt man für Geld ja auch nicht.
Aber ich früchte, daß ich vor Jahren falsch abgebogen bin, als ich anstrebte, gesund und glücklich zu werden.
Das sind keine guten Voraussetzungen, um sich der Mühen eines bedeutenden Werkes auszusetzen.
Also wird mein Leben wohl weiterhin so gemütlich flach und glücklich verlaufen, bis ich wieder zu Erde geworden bin.
[29.01.2008, di, 19:00]
Am 17. Dezember 2007 schrieb ich, ich bekomme im Monat rund 1.200 Spam.
Die letzten Tage allerdings bekomme ich täglich weit mehr als rund 40 Spam: die letzten 24 Stunden sind es 75 gewesen, wären im Monat 2.250.
[30.01.2008, mi, 18:40]
Lese wieder in Coetzee' "Warten auf die Barbaren".
Meine Begeisterung für das Buch ist ungebrochen.