[01.06.00]
vorweg möchte ich sagen, daß es keine tageszeitung gibt, die ich zu allen themen nutze, mit der ich in allen punkten einer meinung bin. meine lieblingszeitung spiegelt also nicht unbedingt meine meinungslage wider, sondern eher meinen geschmack.
ein erstes abo einer tageszeitung hatte ich mit der berliner zeitung. als ich noch in berlin bei meinen eltern wohnte, bekamen wir täglich die berliner zeitung.
die berliner zeitung erscheint in einem kleinen format, wenn sie in einem öffentlichen verkehrsmittel sitzen, können sie diese zeitung lesen, ohne ihrem nachbar zu nahezukommen. - leider hat sich die berliner zeitung zu einer zeitung für intellektuellen entwicklelt, wie ich finde. sie ist mir zu kalt geworden.
die berliner morgenpost dagegen ist ein warme zeitung. lange zeit war sie meine lieblingszeitung. sie hatte ich auch rund ein jahr abonniert. besonders meine kleinen hatte sie sehr lieb. aber sie zeitung berichtet zuviel - ich meine, ich habe mehr zeit mit der zeitung verbracht, als ich wollte.
irgendwann, noch während ich die berliner morgenpost noch jeden tag ins haus bekam, wurde die welt meine lieblingsleitung. seit ende märz 2000 habe ich sie abonniert.
[23.06.00]
seit über einer woche lese ich neben der welt auch wieder die berliner morgenpost. tolle mischung! besonders meine kleinen freuen sich sehr :-)) vielleicht abonniere ich zur welt auch die berliner morgenpost ...
[28.07.00]
daraus wird wohl nichts, weil die welt sich, wie mir scheint, immer mehr in richtung berliner morgenpost entwickelt.
am 27.07.00 habe ich ein probeabo der faz bestellt, das ich jedoch heute in ein studentenabo umwandelte. mein welt-abo habe ich gekündigt.
siehe tagebucheinträge vom 27.07.00.
[30.07.00]
Heute hatte ich einen Traum, in dem es um Zeitungen und meine veränderten Lesegewohnheiten ging (siehe Tagebucheintrag vom 30.07.00).
Diese Veränderungen erschrecken mich, weisen sie doch auf eine Veränderung in meiner Persönlichkeit hin.
Wobei es auch sein könnte, daß ich allmählich wieder dorthin komme, von wo ich mich entfernt hatte.
[24.09.00]
Einiges zu meinem Verhältnis zur FAZ und zur Welt schreibe ich im Tagebuch vom 24.09.00.
Siehe auch: FAZ.
[27.09.00]
Habe mein Welt-Abo reaktiviert. (siehe 27.09.00).
[28.11.00]
Habe mein Welt-Abo zum 31.12.00 gekündigt.
Seit einigen Tage lese ich nicht mehr FAZ und Welt, sondern nur noch FAZ. Zur Zerstreuung und Aktualisieirung lese ich online T-Online oder N24.
Daß ich mal mehr oder weniger regelmäßig T-Online anklicke, hätte ich nicht gedacht - scheint meine Flatrate mich doch zu einem T-Online-Kunden gemacht zu haben? Dort gibt es für fast jeden Geschmack etwas, vor allem aber zur Zerstreuung.
[21.01.01]
Nicht erst seit die FAZ auch online erscheint (faz.de - die gedruckte Ausgabe online; faz.net - FAZ.NET - eine Online-Ausgabe, die nicht gedruckt wird), bin ich kaum noch bei T-Online und ähnlichen Portalen. - Zum Abschrecken ist die Bild-Zeitung gut, für mehr aber nicht ...
[10.06.01]
An einem Beispiel kann ich einen der Gründe verdeutlichen, warum ich die FAZ so sehr mag.
Am Freitag (08.06.01) beherrschte die Tageszeitungen die Meldung vom Bruch der großen Koalition in Berlin.
Nach zehn Jahren Großer Koaltion in Berlin ist das Regierungsbündnis von CDU und SPD am Ende. Gestern deutete nach einer in der vorangegangenen Nacht gescheiterten Sitzung des Koalitionsausschusses alles auf eine Neuwahl des Abgeordnetenhauses hin. Als Termin ist der 23. September im Gespräch, der Tag, an dem Hamburgs Bürgerschaft gewählt wird.
Das ist der erste Absatz des Artikels. Weiter habe ich nicht gelesen, weil mir schlecht geworden ist. Ich fragte mich, was die von mir wollen, und ob das nicht vielleicht noch geschwollener und umständlicher ausgedrückt werden kann. Der Autor scheint mir ein Möchtegern zu sein, der gern mit seinen Eiern prahlt, obwohl er keine hat. Ich sehe ihn extrem breitbeinig stehend seine Botschaft verkünden... Tut mir leid, weniger drastisch kann ich mein Empfinden nicht beschreiben.
Die Führung der Berliner SPD will so schnell wie möglich das Abgeordnetenhaus neu wählen lassen und schließt für die Zukunft auch eine Zusammenarbeit mit der PDS nicht mehr aus.
Das ist nur der erste Satz. Nach meinem Verständnis ist darin die besondere Situation treffend beschrieben.