[04.01.06, mi, 12:15]
Jeder hat seine eigenen Wege zum Glück, weil sich das eigene nicht nur von dem anderer unterscheidet, sondern auch bei derselben Person nicht immer mit demselben Weg zu erreichen ist.
Trotzdem gibt es auch Gemeinsamkeiten. Über diese Gemeinsamkeiten möchte ich auf dieser Seite schreiben, wobei ich meine Gedanken durch einige Beispiele unterstütze.
Das hört sich banal an, ist aber meine grundlegenste Erkenntnis auf dem Weg zu meinem Glück.
Schon in der Schule nervte mich, zu viel Zeit zu brauchen, um die Wünsche andere zu erfüllen. Um meine Wünsche zu erfüllen, blieb immer zu wenig Zeit, und, vor allem, diese Meine-Zeit vertrug sich nicht mit der Schul-Zeit.
Als ich in die Lehrer ging und später ins Berufsleben, wurde das Mißverhältnis nicht besser, welchen Beruf und welche Aufgabe ich auch ausübte, denn wer bezahlt, bestimmt auch.
So blieb mir letztendlich nur, meine Arbeits-Zeit zugunsten der Meine- Zeit zu verringern.
Selbstverständlich verdiente ich dann auch weniger Geld. Das richtige Verhältnis zu finden, dauerte viele Jahre, nicht zu letzt, weil sich Arbeitsbedingungen ändern, und erforderte sehr viele einzelne Weg zu meinem Glück, obwohl es immer um dieselbe Sache ging: Zeit für mich zu erringen.
Die Optimierung zugunsten der Meine-Zeit bedarf, wie jeder anderer einzelne Weg zum Glück, immer wieder der Überprüfung, ob er dem Ziel tatsächlich dient.
Jahrelang hab ich mein Unglück ignoriert, mir durch verschiedene Ablenkungen eingeredet, ich sei mit meinem Leben zufrieden, habe mich nicht nur durch das Nichtbeachten meines Unglücks belogen, sondern auch, weil ich Meine-Zeit nicht wirklich für mich genutz habe.
Sehr viel Meine-Zeit habe ich versoffen. Viele Stunden am Tag habe ich getrunken, statt wirklich etwas für mich zu tun.
Ich wollte immer schon Schreiben oder Musizieren, aber statt das zu tun, habe ich, während ich mich betrankt, gejammert, keine Zeit für meine Interessen zu haben.
Für "Trinken" können Sie selbstverständlich auch eine andere Tätigkeit setzen. Mir geht es hier nicht vorrangig ums Trinken, sondern um Aktitvitäten, die anderen mehr nützen als einem selbst.
Entscheidet ist: So lange ich nicht bekannte, daß ich das Probleme war, konnte ich es auch nicht lösen.
Der Weg zum Glück ist ein komplexer und meist langer. Kleines Glück hilft, große Etappen durchzustehen: