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Tagebuch - Januar 2011

01, 02, 06, 09, 17, 18, 19, 24, 25, 26, 29, 30


Samstag, 1. Januar 2011

[01.01.2011, sa, 6:45]

Draußen sind es drei Grad Celsius. Auf der Straße, aber auch in den Gärten liegt kaum noch Schnee.

Die Straßenlaternen sind dunkel. Gestern abend flackerten sie hin und wieder.

 

[7:05]

War nach vielen Jahren beim Jahreswechsel wieder einmal munter - auch letztes Jahr verschlief ich ihn.

Bin 1 Uhr 45 ins Bett.

 

[10:50]

Das Wetter sollte schön werden, es sind aber mehr Wolken am Himmel als die Sonne scheint.

 

[11:00]

Hab zum Jahreswechsel einige Fotos gemacht (das erste Mal überhaupt).

Vom Fenster aus, freihand, mit 1/30 Sekunde belichtet.

Ein großes Schiff, das wenige Meter entfernt im kleinen Hafen lag, dröhnte zum Jahreswechsel mit dem Horn 30 Sekunden oder länger.

 

[14:10]

Nur hin und wieder kommt die Sonne hervor.

Die Wettervorhersage meldet nur, am Sonntag soll schönes Wetter werden. Aber das meldete sie auch gestern für heute.

Blöd ist nur, daß im Winter die Sonne nur wenige Stunden scheinen kann. Nach 14 Uhr lohnt es sich nicht mehr, zum Fotografieren rauszugehen, es sei denn, man hat nur wenig zu gehen.

Wenn ich jetzt in die Stadt gehe, steht die Sonne schon so tief, daß die meisten Häuser im Schatten liegen.

Habe vorhin einige Fotos vom Sommer gesehen: da hab ich selbst 23 Uhr noch bei "Tageslicht" fotografiert.

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Sonntag, 2. Januar 2011

[02.01.2011, so, 0:30]

Die Wettervorhersage würde bereits wieder korrigiert: schönes Wetter nicht den ganzen Sonntag, sondern erst ab 13 Uhr.

 

[15:35]

Sieht aus, als wenn die Tage schon wieder länger werden.

 

[15:40]

Ja, stimmt, der kürzeste Tag war am 22. Dezember.

 

[17:25]

War heute nicht mehr unterwegs.

Ich kenne hier und in der Umgebung so ziemliches alles. Hab keine Lust, dort zum wiederholten Male hinzugehen.

Außerdem war ich die letzten Tage oft unterwegs. Auch wieder in der Gegend.

Hatte einfach keine Idee, wo ich hin könnte, ohne mich zu wiederholen. Einfach so raus zu gehen, um Bewegung zu haben, brauche ich nicht: nächste Woche habe ich wieder geteilten Dienst und werde jeden Tag rund acht Kilometer zu Fuß unterwegs sein.

Während der Arbeit werde ich auch wieder viele schöne Sonnenuntergänge sehen. Im Grunde werde ich für die schöne Ansicht bezahlt.

Nach Tau oder Hommersåk mit der Fähre zu fahren, hätte ich auch keine Lust. Dort war ich auch schon oft, und so schön war das Wetter die letzten Tage nicht, daß sich diese Reisen gelohnt hätten.

Irgendwo anders hinzufahren, hatte ich aber auch keine Lust. Hier ist es doch schön. Eigentlich brauche ich nur aus dem Fenster zu sehen und habe Fjord, Inseln und Berge vor Augen.

Richtig Spaß hätte mir wohl nur gemacht, eine neue Kamera auszuprobieren ... Aber außer einen neuen Kartenleser hab ich mir nichts gekauft.

 

[19:20]

Die Straßenlaternen sind noch aus.

Hoffentlich sehe ich morgen früh genug.

 

[20:55]

Freu mich, morgen wieder mal Bus zu fahren. Fahre immer noch gerne Bus.

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Donnerstag, 6. Januar 2011

[06.01.2011, do, 20:00]

Hatte seit Montag geteilten Dienst. Habe aber jeden Tag vor bzw. nach der Arbeit fotografiert, meist zweimal am Tag.

Irgendwie erinnere ich nicht, vier Tage gearbeitet zu haben. Eigentlich bin ich ja auch nur mit dem Bus gefahren, um Fotos zu machen.

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Sonntag, 9. Januar 2011

[09.01.2011, so, 17:00]

War heute nicht draußen, obwohl ich nach Hommersåk fahren wollte. Hatte Lust auf die "kleine Wildnis" nahe am Hafen.

Aber es heute oft geregnet. Der Himmel war allerdings sehr schön.

 

Heute morgen 9 Uhr 36 aufgenommen:

 

Das Foto zeigt den Himmel etwas weiter rechts 9 Uhr 47.

 

So sah der Himmel 15 Uhr 45 aus.

 

An gleicher Stelle etwas später (16 Uhr 4), kurz bevor es wieder geregnet hat.

 

[17:20]

Ute Freudenberg "Wie weit ist es bis ans Ende dieser Welt".

Das Lied ist ganz tief in meine Seele vorgedrungen und hat mich zu Tränen gerührt.

Hoffentlich liest kein Kollege mit. Denn Busfahrer weinen nicht ...

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Montag, 17. Januar 2011

[19.01.2011, mi, 12:45]

Habe eine Fotokamera Olympus E-5 gekauft.

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Dienstag, 18. Januar 2011

[18.01.2011, di, 4:58]

Kurz bevor ich in den Fahrerbus steige, der mich von Rema 1000 (wenige Meter von zu Hause) zur Grarage in Revheim bringt.

 

[11:23]

Am Endhalteplatz der Linie 8 sind es nur wenige Meter bis zum Meer.

Blick nach rechts.

 

Oft ist das Wasser sehr ruhig. Heute preschten Wellen an den Strand.

Keine, die einem Angst machen, aber hin und wieder zu einem Sprung aufmuntern, um keine nassen Füße zu bekommen.

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Mittwoch, 19. Januar 2011

[19.01.2011, mi, 16:00]

Heute konnte ich beobachten, wie Nebel von Tau übers Wasser kam und alles innerhalb von vier Minuten einhüllte.

So sehr, daß die Fähren während der Überfahrt lautes, langes Signal gaben.

 

Die Brücke ist noch gut zu sehen, auch wenn schon leicht umnebelt (13 Uhr 32):

 

Verschwindet immer mehr im Nebel (13 Uhr 33):

 

Ist fast nicht mehr zu sehen (13 Uhr 35):

 

Einige Augenblicke später ist sie nicht mehr zu sehen.

Davon hab ich jedoch kein Foto, weil außer Nebel nichts zu sehen ist. Selbst die Signalboje war verschwunden; es gab also nichts, auf das ich das Objektiv hätte scharfstellen können.

 

So blickt man auf die Brücke ohne Nebel, aufgenommen einen Tag später:

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Montag, 24. Januar 2011

[24.01.2011, mo, 23:00]

Nach einem sehr schönen Wochenende bin ich auf Arbeit nicht richtig in Gang gekommen.

Die Arbeit war nicht schwer, dauert auch nicht lange, aber ich war nicht in Form.

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Dienstag, 25. Januar 2011

[25.01.2011, di, 12:30]

War zwei Stunden am Wasser.

Wasser meint hier nicht einfach einen Strand, sondern Buchten, die von Felsen umgeben sind, auf die man klettern kann.

Es war kalt - habe meinen Atem gesehen -, aber da die Sonne schien, nicht unangenehm.

Hin und wieder habe ich auf Felsen gesessen und hinunter zum Fjord gesehen, hinein in das blaue, klare Wasser bis auf den mehrere Meter tiefen Grund.

 

Oder zum gegenüberliegenden Ufer in die aufgehende Sonne.

Hier mit Blick (links) in Richtung Hommersåk.

 

Hier mit Blick (rechts) in Richtung Sandnes.

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Mittwoch, 26. Januar 2011

[26.01.2011, mi, 13:00]

War auch heute am Wasser. Allerdings hat die Sonne nicht geschienen. Es waren also echte minus ein Grad Celsius.

Eigentlich Wetter, um im Bett zu bleiben. Aber dann passiert den ganzen Tag nichts außer Arbeit, und das ist am Ende der Woche sehr frustrierend.

Hier vier Fotos, vorerst ohne Kommentar (weiß nicht, was ich schreiben soll ...).

 

 

 

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Samstag, 29. Januar 2011

[29.01.2011, sa, 18:30]

Heute war ein sehr schöner Arbeitstag: die Sonne hat den ganzen Tag geschienen, ich hatte nur wenige, lange Routen zu fahren.

Selbstverständlich hätte ich bei dem Wetter gern frei gehabt, aber das kann man sich ja meist nicht aussuchen.

Trotzdem ist mein Leben in Norwegen eine Art Wiedergeburt für mich.

 

[19:00]

Ich lege mich schon hin. In der letzten Zeit sind meine für Sonntag geplanten Ausflüge gescheitert, weil ich zu müde war.

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Sonntag, 30. Januar 2011

[30.01.2011, so, 12:15]

Das Wetter reizt mich nicht, das Haus zu verlassen.

Es ist zwar hell, aber die Sonne versteckt sich hinter Wolken, so daß keine Kontraste durch Licht und Schatten entstehen.

Hin und wieder regnet es leicht.

Irgendwie alles ganz normal. Außer die vielen Spaziergänger.

 

[12:30]

Brauche heute auch nicht unbedingt Auslauf: war diese Woche viermal zu Ausflügen unterwegs plus einige Umwegen zur Arbeit und nach Hause.

Nächste Woche habe ich wieder geteilten Dienst und werden jeden Tag rund acht Kilometer gehen.

 

[13:00]

Gern würde ich mal schnell nach Tau zur "kleinen Festung" reisen.

So nenne ich einen kleinen Berg mit senkrechten Seiten und flachem Dach, der umgeben von größeren Bergen auf einer Hochebene steht, so daß er nur gesehen werden kann, wenn man die Bergkette überwunden hat.

Aber zwei oder mehr Stunden brauche ich von zu Hause bis zur "Festung". Länger als fünf Minuten würde ich ja auch bleiben. Und zurück muß ich auch wieder.

Das ist sehr viel Zeit, in der ich nichts anderes machen kann. Also war ich schnell mal in Gedanken dort.

 

[16:00]

Außerdem habe ich einige andere Ort in Gedanken besucht.

Das werde ich aber nicht zur Regel werden lassen, sondern nur praktizieren, wenn ich zu wenig Zeit habe.

 

[17:00]

Das Wetter war den ganzen Tag nicht besonders.

Schon bei gutem Wetter sind Ausflüge zur "kleinen Festung" nicht ohne Anstrengung zu schaffen.

Die letzten Kilometer gibt es keine Weg, nur hin und wieder schmale Tierpfade, auf denen man aber oft mehr versinkt als geht, die nicht selten für Menschen eine Sackgasse sind, weil die "Pfützen" zu breit und zu tief sind oder es zu steil bergan oder bergab geht.

Ist das Wetter eher naß-kalt als sonnig-trocken, ist man oft schon durchnäßt, bevor man den Weg verläßt, weil er mehr zugewachsen als offen war und man sich schon einige Zeit durchs nasse Gestrüpp und vorbei an unzählige jungen Bäumen geschlängert hat.

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