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Tagebuch - Januar 2010

20, 25, 31


Mittwoch, 20. Januar 2010

[20.01.2010, mi, 10:00 - Nachtrag]

Habe den dritten Lohn in Norwegen erhalten: netto 19.993,87 NOK.

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Montag, 25. Januar 2010

[25.01.2010, mo, 9:00 - Freiwoche]

Meine erste Freiwoche im Jahr 2010.

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Sonntag, 31. Januar 2010

[31.01.2010, so, 19:00]

War mit dem Zug in Kristiansand.

Bin heute morgen losgefahren, irgendwas um 6 Uhr, hab den Fahrschein nicht mehr (199 NOK). Nachmittags 14 Uhr 15 gings wieder zurück (299 NOK), 17 Uhr 20 war ich in Stavanger.

[Anmerkung am 22. April 2014, di, 0:30: Heute würde ich in der Option "Minipreis" (Kein Tausch, keine Rückgabe des Fahrscheins; hatte ich 2010 auch) für die Hinfahrt nach Kristiansand 299 NOK, für die Rückfahrt nach Stavanger 399 NOK bezahlen.]

Wollte den Ort besuchen, wo ich 1995 in Norwegen angekommen bin. Vor allen Dingen die Bucht (siehe Norwegen - Holzhaus), in der ich etwas geschlafen hatte, um meine extremen Gefühle zur Ruhe kommen zu lassen.

Leider setzte sehr starker Schneefall ein, kaum hatte ich den Bahnhof verlassen, und zu dem schon sehr hohen Schnee fiel weitere, der mit einem starken Wind herangetragen wurde, so daß kaum etwas sehen konnte, weder mit noch ohne Brille: mit Brille hatte ich immer nur Schnee auf den Gläsern, ohne Brille mußte ich die Augen so eng zukneifen, daß auch nichts mehr sah.

Trotz GPS-Navigation mit meinem Garmin GPSmap 60 CSx und der ungefähren Markierung meines Ziel, brauchte ich mehrere Anläufe, um mich ihm zu nähern, weil ich einmal vor einem Tunnel stand, den Fußgänger nicht passieren durfen oder weil Wegen und Straßen so verschneit waren, daß man ihnen nicht folgen konnte. Außerdem erkannte ich die Gegend nicht wieder. Vielleicht wurde zwischenzeitlich eine Umgehungsstraße vom Fährhafen gebaut, oder meine Erinnerung trübt, was weiß ich.

Obwohl es nur sechs oder sieben Kilometer vom Bahnhof Kristiansand bis zum Ziel waren, habe ich rund ein bis zwei Kilometer vorher abbrechen müssen, weil ich befüchtete, nicht pünktlich zur Abfahrt meines Zuges zurück zu sein.

Am Ende der Varoddbrua (Varodd-Brücke), am Eingang zum nächsten Tunnel hab ich mich auf den Rückweg gemacht. Ein bis zwei Kilometer vorm Ziel.

Es war 12 Uhr 32, als ich den Eingang des Tunnels auf meinem GPS markierte. In weniger als zwei Stunden würde mein Zug fahren. Keine Ahnung, wie lange es dauern würde, den Tunnel zu umgehen. Bei diesem vielen Schnee und den teilweise nicht geräumten Wegen und Straßen. Und dann der Rückweg. Allein die 500 Meter über die Brücke, der extreme Wind von See, der 20 bis 40 Zentimeter hohe Schnee, wenn noch nicht geräumt war. Nicht zu vergessen: ich hatte seit Stunden gegen Schnee und Wind ohne Pause gekämpft, meine Bergschuhe waren inzwischen durchgeweicht, ich war erschöpft. Auf diese Strapazen war ich nicht vorbereitet. Eigentlich, so dachte ich vor Abfahrt nach Kristiansand, ein schöner Winterspaziergang von zweimal sieben oder acht Kilometern. Dann dieser extremer Schneefall und Wind. Es schmerzt, kurz vor dem Ziel aufzugeben, aber ich konnte nicht anders.

Nach einem Kilometer wurde mir klar: zu Fuß würde ich nicht rechtzeitig am Bahnhof ankommen. Aber würde denn einer der wenigen Sonntagsbusse pünktlich fahren?

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