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Irak-Krieg

Was ich zum Irak-Krieg sage, ist meine sehr persönliche Meinung, die ich einfach loswerden muß.

Wer sachliche Betrachtung, objektive Anlalyse sucht, ist hier falsch.


[21.03.03, fr, 13:15]

Wenn ich ehrlich bin, will ich mich nicht mit dem Irak-Krieg beschäftigen.

Als ich am Montag während der Zeitungstour las, in zwei Tagen werden es wohl zum Krieg kommen, dachte ich, wenn ich nicht zwischen den Wünschen meines Vater und meinen unterscheiden kann, stellt das keine Gefahr dar. Ich sitze höchtens am PC, schiebe meine Homepages hin und her und verkrieche mich in meiner höhlenhaften Dachwohnung.

Ich fühlte mich wieder einmal sehr hilflos.

Es spielt keine Rolle, wenn die "kleinen Leute" keinen Krieg wollen und auch keinen führen, was das entscheidete ist, solange es einige "große Leute" gibt, die ihn befehlen.

Und dann gibt es ja immer noch zu viele Menschen, die am Krieg verdienen.

Nicht nur die, die Waffen herstellen und verkaufen, sondern auch die, die in den Krieg für Sold ziehen.

 

[13:20]

Ich sehe keinen Grund, warum die USA und Verbündete einen Krieg gegen den Irak führen.

Die Erdölvorkommen des Iraks und der Region sollen es ja nicht sein, wird immer wieder betont.

Der Kampf gegen den Terrorismus kann eigentlich nicht der Ausgangspunkt sein, es sein denn, alle islamischen Staaten würden terroristische sein.

Wollen die USA die Iraker von ihrem Diktator befreien? Dann könnten die USA in wohl 80 oder mehr Prozent der Staaten einmarschieren.

Ist Saddam Hussein überhaupt ein Diktator? Waran erkannt man einen? An den vielen Stimmen seiner Wiederwahl zum Präsidenten? Dann hätte man auch Grund, in Bayern einzumaschieren.

 

[13:31]

Warum nur spielen sich die USA immer und immer wieder als "Weltpolizist" auf? Weil sie es können. Sie sind eine (die einzige?) Weltmacht.

Die USA können im Grunde machen, was sie wollen. Und sie tun es auch, wie ich bedaure.

 

[13:36]

Warum darf der Irak nicht mal angebliche Massenvernichtswaffen haben (es gibt kein Atom eines Beweises), während Israel jederzeit Atomwaffen einsetzen kann.

Ach so, Israel ist eine Demokratie. Alles klar. Dann sollte Deutschland in Polen doch auch Siedlungen errichten dürfen, oder? Und wenn die Polen sich gegen die Demokratie wehren, werden dem Palast ihres Präsidenten die Strom- und Wasserleitungen gekappt und das Haus bombadiert. Wie kann man nur eine eigene Vorstellung von Demokratie haben und auf Selbstbestimmung stur beharren.

 

[13:44]

Ich akzeptiere kein Recht, das nach Belieben ausgelegt wird, und immer die Handlungen des "stärkeren" legitimiert.

Dabei ist es mir egal, in welchem Staat die stärkenen leben.

Wenn ein Staat Atomwaffen hat, dann dürfen alle Staaten Atomwaffen haben. Wer sollte entscheiden, wer die "guten" und wer die "bösen" sind.

Wenn es eine solche Instanz gibt, dann ist es Gott, Allah, Budda usw.


[22.03.03, sa, 15:16]

Die Propaganda für einen Irak-Krieg hat bei mir einen Erfolg erzielt: Heute träumte ich während meines Schlafes nach der Zeitungstour, die US-Truppen hätten den Irak befreit, alle Iraker sind auf der Straße und feiern die US-Soldaten als Retter und danken ihnen, endlich ihren Diktator entmachtet zu haben.

Wie ich sagte, ich TRÄUMTE!

Selbstverständlich ist es eine schöne Vorstellung, der Traum sei wahr, aber warum sollte gerade im Irak passieren, was die USA schon vor, während und nach anderer Kriege oder Feldzügen angekündigt hatten.

Gestern habe ich gelesen, die US wollten Kuwait nicht nur von Angreifer Irak befreien, sondern auch demokratiesieren. Nach 12 Jahren gäbe es dort aber noch immer keine Demokratie.

Nach meiner Meinung ist das auch nicht notwendig.

Vor dem Irak-Krieg 1991 und den folgenden Sanktionen, lebten die Iraker in Wohlstand, Irak hatten ein gutes Bildungssystem, die Gesundheitsversorgung war am westlichem Niveau.

Eine Diktatur bedeutet nicht zwangsläufig Hunger und Armut für Volk.

Ebensowenig wie eine Demokratie soziale Zufriedenheit des Bevölkerung bedeutet.

Ich plädiere nicht dafür, alle Demokratien abzuschaffen, warne nur vor einseitiger und enger Betrachtung.

 

Ich bin mir der deutschen Regierung nicht zufrieden, aber ich kann mich ja freuen, daß es eine demokratische ist.

Froh bin ich aber wirklich, nicht in den USA zu leben: ich würde mich für meine Regierung schämen.

Wollen die USA etwa die Anzahl der Kriege, die andere Nationen in vielen Jahrhunderten führten, in ihre kurzen Geschichte überbieten?

 

Es paßt vielleicht nicht auf diese Seite, die ich "Irak-Krieg" nannte, aber sagen möchte ich es trotzdem: Ich möchte nicht den Eindruck erwecken, ich sei gegen die USA. Ich verurteile das US-amerkikanische Vorgehen im Irak. Ebenso verurteile ich aber auch das Rußlands in Tschetschenien. Das Chinas in Tibet. Das Indiens in Pakestan. Usw., usw., usw.

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