1. So wurden die Himmel und die Erde und all ihr Heer vollendet.
[...]
4. Dies ist die Entstehungsgeschichte der Himmel und der Erde, als sie geschaffen wurden.
An dem Tag, als Gott, der Herr, Erde und Himmel machte,
5. - noch war all das Gesträuch des Feldes nicht auf der Erde, {und} noch war all das Kraut des Feldes nicht gesproßt, denn Gott, der Herr, hatte es {noch} nicht auf der Erde regnen lassen, und {noch} gab es keinen Menschen, den Erdboden zu bebauen;
6. ein Dunst aber stieg von der Erde auf und bewässerte die ganze Oberfläche des Erdbodens,
7. - da bildete [3407] Gott, der Herr, den Menschen, {aus} Staub vom Erdboden und hauchte in seine Nase Atem des Lebens; so wurde der Mensch eine lebende Seele.
[...]
[3407] Heb. jazar: formen, bilden. Das Wort bezeichnet in der Grundbedeutung die Arbeit des Töpfers, Bilders, der sein Material aus Ton auf der Scheibe mit der Hand zur Töpferware form. Das Wort kann auch für das Gießen eines Bildes aus Metall und das Bearbeiten mit dem Hammer oder die Herstellung von Waffen gebraucht werden. Es wird auch von Gott ausgesagt: Er hat das All gebildet, die Erde und Berge, Licht und Finsternis, Sommer und Winter. Er formte den Menschen aus Staub vom Ackerboden und die Tiere. Er bildet Geist und Herz des Menschen. Auch Gottes Führung in der Geschichte kann mit jazar beschrieben werden; er formte seinen Knecht im Mutterleib und das Geschick seines Volkes. Der so die Vergangenheit gestaltet hat, dem ist auch die Zukunft nicht verborgen. Das Bild "Gott als Töpfer" betont die Distanz zwischen Schöpfer und Geschöpf, die Freiheit, Macht und Überlegenheit Gottes und die Zerbrechlichkeit, Hinfälligkeit und Ohnmacht der Menschen.